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Die Nacht war ruhiger als auf manchem Campingplatz. Das einzig störende waren Wassertropfen aufs Autodach. Das Wetter sieht leider nicht so gut aus, alles in Wolken und es nieselt ein wenig. Nach einem Abstecher zur öffentlichen Toilette fahren wir in die Stadt hinunter. Nichts los, alles zu. Kein Wunder, wir sind eine Stunde zu früh dran denn heute Nacht ging die Sommerzeit zu ende. Es ist also erst halb neun! Da kommt uns jemand mit einem Becher Kaffee entgegen - gut, wenigstens Starbucks hat schon geöffnet.

Ebenfalls schon in Betrieb ist die Cable Car. Also fahren wir zum Zeitvertreib mal nach oben. Das war eine gute Idee: während der nächsten Stunde beobachten wir von oben, wie langsam die Stadt und Umgebung aus dem Nebel auftauchen und die Sonne scheint. Wieder unten gibt es nun doch noch einen Stadtrundgang. Das riesige Museum von Neuseeland reizt uns, doch bei dem schönen Wetter bleiben wir lieber an der frischen Luft. Bei einem kleinen chinesischen Lunch studieren wir die Wettteraussichten. Die sind für die Ostküste, unserer geplanten Route, leider nicht so gut: Regen. Wir überlegen kurz ob wir die Strecke ändern sollen, bleiben letztlich aber dabei. Erstmal ein Stück in die Richtung und morgen nochmal überlegen.

Wir brechen also am Nachmittag noch auf und fahren auf der SH 2 aus der Stadt. Nachdem ein kleiner Paß überquert wurde geht es über Featherston, Masterton durch eine weite Ebene bis Ekethahuna. Entlang der Strecke ist schönes Wetter, im Osten sind Wolken hinter den Bergen zu erahnen und im Westen sieht es düster aus: Die Berge der Tararua Range sind vor Wolken nicht zu sehen. Da es im Osten, Richtung Küste, doch nicht so übel ausschaut, verlassen wir in Eketahuna endlich den Highway. Es geht nach rechts, Alfredton, und dann weiter nach Pongaroa. Eine tolle Strecke durch das hügelige Weideland. Kaum Verkehr, überraschende Details am Straßenrand. Die Strecke ist allerdings teilweise in abenteuerlichem Zustand. Ein Schild hat vor Bauarbeiten wegen Sturmschäden auf einer Strecke von 50 km gewarnt. Der Sturm muß schon länger her sein denn einige der abgesperrten Abbrüche an der Straße sind schon grasbewachsen. An anderen Stellen wird aber tatsächlich gearbeitet.

Je weiter wir in diese menschenleere Gegend vordringen desto größer werden unsere Zweifel ob es den in der Karte eingetragenen Campingplatz in Pongaroa wirklich gibt. Die Sonne ist gerade untergegangen, als wir den Ort erreichen: General Store, Post, Feuerwehr, War Memorial, Schule, Hotel &Taverne. Schon mal mehr als erwartet. Ein Stück weiter dann das blaue Camping-Schild am Wegweiser zur Domain. Hurra, geschafft!

Vor der Dusche steht allerdings noch ein Besuch in der Taverne an, um den Schlüssel für den Restroom abzuholen. Leider gibt es keine Küche und somit keinen Kühlschrank. Für 10 NZD ist das aber auch in Ordnung.