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Wolken, na sowas. Besonders im Westen, Richtung Whanganui ist der Himmel dunkel. Als Heike dann noch erfährt, daß die River Road auf ca 40 km unasphaltiert ist, muß ich meinen Plan ändern.

Wir fahren also weiter auf der 4 nach Süden. Die Strecke ist auch nett, mal unten im Tal, mal über die Hügel, kurvenreich. Nach 73 km erreichen wir den südlichen Anfang der Whanganui-River-Road. Von hier aus ist die Straße auf gut 30 km asphaltiert. Wir fahren also so weit wie möglich und kehren dann um. Die Strecke ist auch so ein Abenteuer: die Straße ist schmal und die Anwohner rechnen wohl damit, daß die Touristen langsam unterwegs sind. Was wohl passiert, wenn sich mal zwei rasende Einheimische in einer engen Kurve begegnen?Die Strecke führt wirklich hübsch am Fluß entlang. Das Flußbett ist ziemlich tief und breit; wieviel muß es wohl regnen bis das Wasser mal so hoch steht, wie man es am Bewuchs erahnen kann? Am anderen Ufer ist dichter Urwald.

Wir drehen in Koriniti. Laut Atlas sollte hier der Asphalt enden, tut es aber nicht. Egal, es wird Zeit zurück zu fahren. Unterwegs ist ein Rastplatz neben der Straße, der sogar als Campingplatz ausgeschildert ist, hier machen wir Pause und kochen Mittag und Kaffee. Kaum haben wir den Tisch aufgestellt und den Kocher in Betrieb genommen biegt ein Pickup von der Straße herein, beladen mit zwei Hunden, zwei Rasenmähern, zwei Mann. Die laden doch tatsächlich die Maschinen ab und beginnen am anderen Ende das Gras zu mähen - dabei war es hier eben noch so idyllisch ruhig!

Inzwischen ist das Wetter wieder richtig schön geworden. Es weht aber ein kräftiger Wind, der die Hitze erträglicher macht. Zur nächsten Pause bekommen wir auf einer Weide an der Straße einen Stierkampf geboten. Bald sind wir aus dem Tal wieder raus und in Wanganui angekommen. Hier gibt es mal wieder einen richtig großen Supermarkt und ein Eis bei McD.

Weiter in Richtung Süden. Auf der 3 und 4 kommen wir schnell voran; der starke Wind zerrt allerdings manchmal arg am Bus, der viel Angriffsfläche bietet. Die Sonne knallt herein. Im Westen, da muß das Meer sein, sieht man jedoch eine dicke Wolkenwand. Bald sind auch im Süden, über den Bergen dort, dicke Wolken zu sehen - könnte gut sein, daß es dort regnet. Deshalb stoppen wir in Himatangi und biegen zum zugehörigen Beach ab. 7 km bis zum Örtchen, da ist der Campingplatz. Die Straße geht aber weiter ... und dann stehen wir mit unserm Autochen am Strand, 2 Meter vor den Wellen - genial! Der breite Strand scheint fast eine richtige Straße zu sein, jedenfalls stehen links und rechts 30er Schilder!

Wir checken am Caravan Park ein, essen und fahren zum Sonnenuntergang nochmal ans Meer ...